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dju-Vorstand verjüngt

Mitgliederversammlung der dju Mittelfranken

Verjüngter Vorstand startet durch

Ziel: Auch in Zukunft ein lebendiges Programm vor Ort

Die dju funktioniert in Nürnberg gut. Dies hat die Wahl des neuen Vorstandes deutlich gezeigt. Es gab neun Bewerber*innen für sieben Ämter. Bei der Wahl gab es schließlich eine deutliche Verjüngung des Gremium. Neben dem einstimmig wiedergewählten Sprecher Klaus Schrage (Nürnberger Nachrichten) gehören dem Vorstand an: Marco Puschner (Nürnberger Zeitung), Tanja Toplak-Pàll (Nürnberger Nachrichten), Heinz Wraneschitz und Nina Daebel (beide Freie). Im Bezirks-Fachbereichsvorstand wird Klaus Schrage von Benjamin Huck vertreten. 

Klaus Schrage berichtete eingangs von den internen Diskussionen über die von der ver.di-Spitze geplante Fusion der Fachbereiche. Statt 13 soll es in Zukunft vier Fachbereiche gegeben. Die dju Mittelfranken habe sich frühzeitig zu Wort gemeldet und das Vorhaben mit ver.di-Vize Frank Werneke diskutiert. Der bayerische Landesfachbereichsvorstand sehe die Pläne mit Sorge. Das Gremium habe hierzu eine Resolution beschlossen. Demnach müsse gewährleistet sein, dass die fachliche Kompetenz in Sachen Medien auf allen Ebenen unserer Gewerkschaft erhalten bleibt. Eine auf den Journalismus bezogene Arbeit müsse auch auf Ortsebene weiterhin möglich sein. 

Im Rechenschauftsbericht zeigte sich Klaus Schrage zufrieden mit der Situation der dju Mittelfranken: Die Mitgliederzahl sei konstant, man führe Veranstaltungen durch und wirke in allen relevanten Gremien innerhalb des Medien-Fachbereiches, aber auch in Presserat oder Europäischer Journalistenföderation mit. Geboten habe die dju 2017  einen Vortrag zum Thema Datenjournalismus. Sie habe sich an der Nürnberger Kooperationsveranstaltung zum Welttag der Pressefreiheit sowie an der Jury-Arbeit für den Alternativen Medienpreis beteiligt.

Großen Anklang bei den Zuhörern habe der Vortrag des Kölner Philosophen Stephan Siemens zum Thema Indirekte Steuerung – krankmachende Arbeitsorganisation gefunden. Im Herbst wanderte eine dju-Gruppe nach Rockenbrunn, so Schrage weiter. Unmittelbar vor der Mitgliederversammlung hatte er in seiner Funktion als Vorsitzender der dju-Tarifkommission Kolleginnen und Kollegen in Weiden besucht. Tarifinfo in kabarettistischer Form habe er bei den Neuen Deutschen Medienmachern geboten.

Als eine der nächsten Aktion kündigte Klaus Schrage für den 21. März seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zum Thema Frauen in den Medien an. Seit einiger Zeit in Planung ist ein Krypto-Café mit dem Verein Digitalcourage e.V.  Aber es wird. Außerdem wolle man mit Kollegen*innen vom Bayerischen Rundfunk über den Konflikt zwischen den Zeitungsverlagen und den Öffentlich-Rechtlichen Sendern diskutieren. Schließlich steht das Thema „Schlechte Arbeitsbedingungen in Start-Ups“ auf der Agenda. Die „Standards“, also Welttag der Pressefreiheit, Alternativer Medienpreis und Ausflug, soll es wieder geben.

Abschließend rief der dju-Sprecher dazu auf, neue Mitglieder zu werben. Denn die Arbeit von ver.di werde ausschließlich durch Beiträge finanziert. Die dju könne etwas bewegen, könne gestalten, so Klaus Schrage. "Und je mehr wir sind, desto leichter ist es."