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Luftpost gegen Knebelverträge

Aktion vor dem Süddeutschen Verlag

Luftpost gegen Knebelverträge

dju unterstützt Aktion der FReischreiber

Die Münchner Gruppe Freischreiber ruft für den 15. September um 12 Uhr zum Protest gegen Knebelverträge beim Süddeutschen Verlag auf. Die dju unterstützt diese Aktion vor dem Verlagsgebäude in der Hultschiner Straße 8 und ruft insbesondere alle freien Journalistinnen und Journalisten zur Teilnahme auf. Denn was in München passiert, kann irgendwann auch woanders Standard werden.

Die Süddeutsche Zeitung verschickt derzeit Knebelverträge. Diese erlauben es der SZ, dass sie Beiträge an Zeitungen, mit denen sie „kooperiert“, weitergeben kann. Die Autorinnen und Autoren gehen leer aus. Unterschreibt man nicht, bekommt man keine Aufträge mehr.
 
Besonders trifft es die Kollegen und Kolleginnen, die für Schweizer Zeitungen schreiben: Denn ein Kooperationspartner der SZ ist der Schweizer Tagesanzeiger. Und da die Schweiz klein und überschaubar ist, haben erste Schweizer Medien wie die NZZ signalisiert, dass sie keine Beiträge von Autoren mehr nehmen wollen, die im Tagesanzeiger erscheinen könnten. Damit wird es für die, die den SZ-Vertrag unterschreiben, sehr schwierig bis unmöglich, für den Schweizer Markt zu arbeiten.

Folgende Aktion ist geplant: Da das Verbreitungssystem der SZ in etwa so transparent und berechenbar ist wie das verschicken von Artikeln per Ballon- oder Flaschenpost, sollen vor dem SZ-Verlagsgebäude Ballons aufsteigen lassen. Auf der Karte wird in etwa stehen: „Wenn Sie meinen Artikel irgendwo finden, melden Sie sich bitte bei mir, damit ich der Zeitung eine Rechnung stellen kann“. 

Das SZ-Verlagsgebäude erreicht man mit der S2 oder S4 bis zur Station "Berg am Laim". Durch die Unterführung ca. 400 m Fußweg. Die Buslinien 185 und 191 halten direkt vor dem Gebäude, Haltstelle "Hultschiner Straße".