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Tarif trifft Solidarität

dju-Kollegen_innen sprachen am 1. Mai

Tarif trifft Solidarität

Werben für einen guten Abschluss vor großem Publikum
Klaus Schrage bei seiner Rede auf dem Nürnberger Aufseßplatz. Heinz Wraneschitz Rede am 1. Mai  – Klaus Schrage bei seiner Rede auf dem Nürnberger Aufseßplatz.

Auf zahlreichen Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben Rednerinnen und Redner der dju in ver.di bundesweit über die Tarifauseinandersetzung der Zeitungsredaktionen berichtet und breite Solidarität erfahren. Parallel legten Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten in mehreren Bundesländern auch wieder die Arbeit nieder, um ihren Forderungen gegenüber den Verlegern Nachdruck zu verleihen.

Auch auf der zentralen 1.-Mai-Veranstaltung des DGB in Nürnberg mit DGB-Vorsitzendem Reiner Hoffmann und mit 6000 Teilnehmern war die aktuelle Tarifauseinandersetzung bei den Tageszeitungen Thema. Bei der Auftaktkundgebung vor dem Demonstrationszug zum Kornmarkt sprach dju-Tarifkommissionsvorsitzender Klaus Schrage, Betriebsratsvorsitzender und Redakteur der Nürnberger Nachrichten, zu den Teilnehmer_innen. Schrage warnte die Verleger vor Habgier. Denn nur wer seine Beschäftigten gerecht bezahle, könne mit guter Arbeit rechnen. „Wer nicht, bekommt Schwierigkeiten.“ Es sei unständig, wenn die Verleger in den Tarifverhandlungen behaupten, sie seien bedroht, indem sie für Zusteller_innen den vollen Mindestlohn zahlen müssten. „In dieser Weise auf Geringstverdiener zu zeigen, ist ein Skandal“, sagte  er.

Schrage machte deutlich, dass das Angebot der Zeitungsverleger von 1,3 Prozent pro Jahr sämtliche Tarifabschlüsse dieses Jahres toppt. Fataleriweise aber nach unten. Ihm sei kein Abschluss unter zwei Prozent bekannt sei es nun im Öffentlichen Dienst, bei der Post, in der Metallindustrie, bei der AOK, der Lufthansa, der Telekom oder im Öffentlichen Nahverkehr Mecklenburg-Vorpommern. Die Verlage präsentierten sich in den Verhandlungen als die notleidendste Branche der Republik., Dies sei jedoch.völlig ungerläubwürdig.

Mehr über dju-Redner_innen am 1. Mai ist hier nachzulesen: https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/1-mai-neue-streiks-reden-und-songs-50417

Im Anhang findet sich der Berichterstattung der Nürnberger Nachrichten.