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Neue Gesichter - 4,5 Prozent gefordert

dju-Tarifkommision startet durch

Neue Gesichter - 4,5 Prozent gefordert

Klaus Schrage aus Nürnberg ist neuer Vorsitzender
Aktuelles aus der dju - mit dem neuen Führungstrio Klaus Schrage, Renate Angstmann-Koch und Christoph Hohlfed (von rechts) Vera König Neue Tarifkommission  – dju aktuell: Vera König aus Hannover hat es genial umgesetzt. Das Führungstrio, Klaus Schrage, Renate Angstmann-Koch und Christoph Hohlfed (von rechts) mit dem Thema der Tarifrunde und Hinweisen auf den Journalistentag und auf das Mitmachen in der Gewerkschaft.

Klaus Schrage aus Nürnberg, Renate Angstmann-Koch aus Tübingen und Christoph Hohlfeld aus Rostock bilden das neue Führungstrio der Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di. Bei der Sitzung des Gremiums in Berlin wurden sie bei eigener Enthaltung ansonsten einstimmig gewählt. Neuer hauptamtlicher Verhandlungsführer ist ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel.

Von Fintel erinnerte zum Auftakt des Treffens an den verstorbenen dju-Vorsitzenden Ulrich Janßen. Dieser habe menschlich und fachlich überragende Arbeit für die Journalisten-Union. So äußerte sich auch der bisherige hauptamtliche Verhandlungsführer Frank Werneke. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende hat diese Aufgabe abgegeben. Klaus Schrage dankte ihm für seine stets strategisch kluge Leitung der dju-Verhandlungskommission.

Als Forderung für die anstehende Tarifrunde wurden 4,5 Prozent mehr Geld für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten beschlossen. Diese Forderung gelte auch für die Freien und Pauschalisten, die unter den so genannten 12a-Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Freie fallen, dessen Geltungsbereich um die Bundesländer Hessen und Mecklenburg-Vorpommern erweitert werden soll. Außerdem erwartet die Gewerkschaft eine Zukunfts-Komponente in Form einer Mindestanhebung von 200 Euro für Volontärinnen und Volontäre sowie Berufseinsteiger.

Diese maßvolle Forderung verbindet die dju mit der Erwartung an den Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV), dass zügig eine akzeptable Einigung erzielt wird: „Wir brauchen unbedingt zeitnah eine überproportionale Tariferhöhung für unsere jungen Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeit in den Zeitungsredaktionen ist inzwischen so schlecht bezahlt, dass sie für Studienabgänger unattraktiv geworden ist. Deshalb wird es zusehends schwieriger, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Die Verlage handeln also in ihrem eigenen Interesse, wenn sie diese Fehlentwicklung gemeinsam mit uns korrigieren und die Arbeit der Jungen aufwerten“, erklärte der Verhandlungsführer der dju in ver.di, Matthias von Fintel.

Die dju in ver.di fordert darüber hinaus, die schon vor Jahren vereinbarte Einbindung der Onliner in den Tarif endlich flächendeckend in den Verlagen nachzuvollziehen: „Es ist unredlich, wenn Verlage vom Zwang einer Transformation ihres Geschäftes reden, aber die Konditionen der digitalen Arbeit nicht zukunftsfähig gestalteten. Auch hier gibt es Nachholbedarf“, forderte von Fintel.

Der BDZV wurde aufgefordert, noch im Dezember dieses Jahres einen ersten Verhandlungstermin zu ermöglichen.

kls