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Mali-Radioprojekt wächst

Ausdehnung nach Burkina Faso

Mali-Radioprojekt wächst

Viel Beifall - auch für die dju - bei Konferenz in Ouagadougou
Auch Frauenförderung ist Thema der in Nara produzierten Radiosendungen. Cheik Fadel, dju Live-Radio  – Auch Frauenförderung ist Thema der in Nara produzierten Radiosendungen.

Großer Erfolg für das von Aktiven der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union unterstützte Radioprojekt im Norden von Mali. Es wird wahrscheinlich auf das Nachbarland Burkina Faso ausgeweitet.

Bei einem von der Fondation de France organisierten fünftägigen Treffen in dessen Hauptstadt Ouagadougou berichtete Projektleiter Cheik Fadel über das Anliegen der Spots. Insbesondere junge Menschen sollten zu religiöser Toleranz aufgerufen und vor der Flucht nach Europa gewarnt werden. Es seien schon etliche Männer aus der Region Nara im Mittelmeer zwischen Libyen und Italien ertrunken. Durch die Radiosendungen hätten sich einige Zuhörer davon überzeugen lassen, sich zum Beispiel als Tomatenzüchter eine eigene Existenz aufzubauen.

Das neue Jahr habe für das Projekt gut begonnen. Die Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung der Regierung von Mali hat eine Unterstützung von 2000 Euro bewilligt. Damit soll die Arbeit in den Dörfern im Norden des Landes unterstützt werden. Cheik Fadel und seine Mitstreiter organisieren mittlerweile Podcasts, um die Spots auch in entlegeneren Gebieten hörbar zu machen.

Der Vortrag erntete großen Applaus. Dieser galt insbesondere auch für Klaus Schrage und Wolfgang Mayer. Die beiden Aktiven der dju Mittelfranken haben das Projekt mit initiiert und unterstützen es kontinuierlich.

Aktuell geht es um vor allem um die Produktion neuer Podcasts, in denen vor der Bedrohung durch Dschihadisten gewarnt wird. Hierfür wird ein geeigneter PC oder Laptop gebraucht, welcher gerne gebraucht sein darf. Auch muss das Sendegerät repariert werden. Ferner soll der Anbau von Tomaten neu gestartet werden.

Klaus Schrage, Sprecher der dju Mittelfranken, dankt Cheik Fadel für dessen Arbeit, aber auch für die bisherigen Spenden von Mitgliedern. Über die Entwicklung des Radioprojektes zeigt er sich begeistert: "Hier zeigt sich beispielhaft, wie mit relativ wenig Geld viel bewegt werden kann."