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Solidarität für bedrohten Kollegen

dju Bayern reagiert auf AfD-Attacke

Solidarität für bedrohten Kollegen

Angriff auf die Pressefreiheit wird nicht akzeptiert

Als völlig inakzeptabel bezeichnet die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) Bayern die Bedrohung des Lindauer Journalisten Sebastian Lipp. Der AfD-Kreistags- und Stadtratskandidat Peter Birnböck hatte öffentlich erklärt: "Ich werde ihn zerfetzen und werde ihm fürchterliche Schmerzen zufügen."

Bei einer Kundgebung nahe des Redktionsbüros der Lindauer Zeitung wurde am Donnerstagabend gegen diese Attacke demonstriert. Dort wurde auch unsere Solidaritäts-Adresse verlesen: Klaus Schrage, einer der beiden Sprecher der dju Bayern, schreibt darin:

"Erschüttert und besorgt haben wir, die Deutsche Journalist*innen-Union im ver.di-Landesbezirk Bayern, die Nachrichten über die Vorgänge in Lindau zur Kenntnis genommen. Wieder einmal hat ein Vertreter der AfD die tatsächliche Gesinnung dieser Partei für uns alle wahrnehmbar zum Ausdruck gebracht.

Zwar können uns Ausfälle von AFD-Vertreter*innen kaum noch aufs Neue schockieren. Aber die Drohung, einen Journalisten-Kollegen zu zerfetzen und ihm „fürchterliche Schmerzen“ zuzufügen, hat eine besonders üble Qualität. Dies ist die Sprache des Faschismus, die Sprache jener, die ungestört von unabhängigen Medien die Macht über die Köpfe der Menschen gewinnen wollen.

Die dju hat den Kollegen (Lipp) schon vor eiineinhalb Jahren unterstützt. Damals wurde ihm hartnäckig die Akkreditierung zu Versammlungen der AfD Oberallgäu verwehrt. Das Vorgehen und die dazugehörige Sprache folgen demselben Muster. 

Als einer der Sprecher der dju Bayern sage ich heute wie damals in aller Deutlichkeit: „Wer kritische Berichterstatter attackiert und zurückweist, missachtet das Grundrecht der Pressefreiheit. Die AfD zeigt ihr wahres Gesicht: Wenn ihr danach ist, ist ihr unser Grundgesetz egal. Dies darf nicht geduldet werden.“

Als Gewerkschaft danken wir allen Kolleg*innen (wie Sebastian Lipp), die sich gegen faschistische Organisationen positioniert haben und Kontrolle ausüben. Ihnen gilt unsere Unterstützung und vollste Solidarität.   

kls