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Fotograf*innen haben Namen

Gemeinsame Mahnung von dju und BJV

Fotograf*innen haben Namen

Beim Wettbewerb "Pandemie in Pixeln" sollten Urheber nicht genannt werden

Die Deutsche Journalisten-Union (dju) in ver.di und der Bayerische Journalisten-Verband mahnen, dass auch bei Wettbewerben das Recht auf Namensnennung der Fotografinnen und Fotografen unverzichtbar sei. Konkreter Anlass ist der Fotowettbewerb „Pandemie in Pixeln“ in Nürnberg. Die Journalistenverbände wenden sich dazu nun mit einem Offenen Brief an die Veranstalter.

Der Wettbewerb, gemeinschaftlich ausgeschrieben von Klinikum Nürnberg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Technischer Hochschule Nürnberg sowie LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation, sei eigentlich eine lobenswerte Initiative. Die zu dem Wettbewerb gehörenden Teilnahmebedingungen seien aber leider Ausdruck der allgemeinen Ignoranz gegenüber den Ansprüchen und Rechten von Fotografinnen und Fotografen. Die Kritik betrifft vor allem die Regelung in Ziffer 3.7 der Teilnahmebedingungen, in der die Fotografinnen und Fotografen auf ihr Namensnennungsrecht verzichten sollen.

BJV und dju Bayern fordern die Veranstalter gemeinsam auf, diesen Passus zu ändern (https://www.pandemiepixel.de/rechtliche-hinweise/) und an die allgemein anerkannten Regeln des Umgangs zwischen Urhebern und Nutzern anzupassen.

„Für uns ist dieser Passus 3.7. völlig inakzeptabel, der Name der Bildautoren gehört zum Werk“, sagt Heinz Wraneschitz, Co-Landessprecher der dju in ver.di Bayern. „Diese Formulierung in den Teilnahmebedingungen widerspricht klar dem Namensnennungsrecht aus § 13 UrhG", betont Thomas Geiger, Vorsitzender der Fachgruppe Bildjournalisten im BJV: „Die Forderung, auf die Nennung des Fotografennamens zu verzichten, ist unanständig. Schließlich sind Fotografinnen und Fotografen auch wirtschaftlich darauf angewiesen, dass Ihr Name mit ihren Werken in Verbindung gebracht werden kann.“